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Am Wald, da scheiden sich die Geister. Wie bewirtschaftet man ihn am besten, damit er immer wieder nachwächst und ein zuverlässiger Holzlieferant bleibt? Welche Maßnahmen verhindern das illegale Abholzen der tropischen Regenwälder am wirkungsvollsten? Und wie lässt sich berechnen, welche Bäume voraussichtlich welche Gewinne erzielen werden? Auch wenn Experten ausführlich und durchaus gegensätzlich darüber diskutieren – in einem Punkt sind sich alle einig: Holz hat eine große Zukunft als Anlageklasse.

Erst haben die Stiftungen von US-Eliteuniversitäten damit begonnen, Waldinvestments in ihre Portfolios aufzunehmen, dann skandinavische Pensionskassen und schließlich kirchliche Vermögensverwalter. Noch vor zehn Jahren interessierten sich eher institutionelle und vermögende Anleger für Holz, heute entdecken aber auch immer mehr private Investoren diese Anlageklasse für sich.

Aus gutem Grund. Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen wächst das Holz im Lauf der Jahre stetig weiter, legt also von selbst an Volumen zu. Daneben wächst auch die Nachfrage nach Holz, und das sogar überproportional zur Erdbevölkerung. Denn nicht nur die Erdbevölkerung und damit Zahl der Holznutzer nimmt zu, sondern auch der Prokopfverbrauch steigt, man kann also von einem doppelten Nachfrageeffekt sprechen. Zudem ist Holz als Rohstoff klimaneutral, denn bei seiner Verbrennung oder Zersetzung am Ende der Nutzungszeit wird nur so viel C02 freigesetzt, wie der Baum bei seinem Wachstum gebunden hat. Das alles macht Holz so sympathisch, auch für Anleger.